CRFF080 – Deadpool: Tote Präsidenten

CoverBewertung 8 von 10

Obwohl ich Deadpool immer schon mal im Fokus hatte, konnte ich mich erst jetzt, Dank des Zeichners Tony Moore, dazu entschließen, auch in diesen Teil des Marvel-Universum mal meine Nase zu stecken. Tony Moore ist einer meiner liebsten Zeichner, erste Begegnungen gab es, wie könnte es anders sein mit “The Walking Dead” und “Fear Agent” von Rick Remender, um nur einige zu nennen. Aber gerade der erste Titel kann eigentlich nur für die Qualität von “Deadpool: Tote Präsidenten” sprechen und in der Tat hat mich die Figur “Deadpool” überzeugt und das Setting und Geschichte enorm viel Spaß gemacht.

Die Geschichte ist schnell erzählt ein “verrückter” will das Beste für die USA und denkt sich, so kann es nicht weiter gehen und erweckt kurzer Hand, mit dem Necronomicon, alle toten US Präsidenten zum Leben. Doch die haben nichts besseres zu tun, als eiligst die USA auszulöschen. Eigentlich eine Aufgabe für S.H.I.E.L.D, aber die haben alle „besseres“ zu tun und eigentlich braucht man nur einen Sündenbock, um keine schlechte PR zu bekommen. Es macht sich einfach nicht so gut, wenn Superhelden Präsidenten töten, auch wenn die eigentlich schon tot waren. Da kann eigentlich nur einer helfen Wade Winston Wilson oder kurz Deadpool. Dieser erstmals in “The New Mutants” Nummer 98 in Erscheinung getretene „Superheld“, ist aber alles andere als gewöhnlich. Nur am Rande für diese Ausgabe seines ersten Erscheinens. muss man in der Zwischenzeit leider ca. 100€ auf den Tisch legen, also wer es sein eigen nennt, Herzlichen Glückwunsch! Wenn man sich diese Geschichte liest, kann man schnell verstehen wie diese Figur in den letzten Jahren so populär wurde und warum sie an Popularität gewinnt. Die Figur macht einfach Spaß, sie ist auf der einen Seite trivial und auf der anderen clever und charmant, eben alles andere als angepasst und hebt sich somit deutlich vom Einheitsbrei der Superhelden, den man hier und da findet, ab. Am Ende dieses Buches kennt man zusätzlich noch alle toten Präsidenten, ist ja auch etwas und man bekommt ein gespürt dafür wer beliebt ist, wer tatsächlich etwas geleistet hat und wer die unangefochtene Nummer 1 ist, auch wenn er nicht Präsident, sondern “nur” Gründungsvater war.

Das Artwork ist, Dank Tony Moore, grandios, es ist sehr dynamisch, immer voller Bewegung und mit einer Fülle von Details, die erst beim zweiten Lesen, so recht in den Fokus gerückt werden. Erstaunlich ist, dass ich eigentlich die ganze Zeit das Gefühl hatte, dass die Zeichnungen in Schwarz-Weiß fast besser gewirkt hätten, aber vermutlich ist das lediglich mein subjektiver Eindruck, der eher mit “The Walking Dead” zusammenhängt, als mit dem Artwork per se.
Die Kolorierung ist nicht schlecht aber leider auch nicht atemberaubend, sie erfüllt schlicht und einfach Ihren Zweck, mit wenigen Highlights.

Am Ende ist es, wie es auch im Vorwort steht, ein sehr sympathischer Charakter, natürlich auf seine ganz eigene Weise. Er ist leicht verschroben, verrückt, unberechenbar und doch liebenswert und scheinbar mit dem Herz am rechten Fleck. Im Bonusteil gibt es ein paar tolle Cover, unter anderem von Skottie Young und Charles Paul Wilson III.

In meinen Augen ist dieses Buch bestens als Einstieg in das Deadpool Universum geeignet.

Deadpool: Tote Präsidenten
Autor: Gerard G. Duggan, Brian E. Posehn
Zeichner: Tony Moore
Softcover: 160 Seiten, farbig
Preis: 14,99 EUR
Verlag: Panini Comics

Tipps zu Tony Moore
The Walking Dead
Fear Agent

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Deadpool: Tote Präsidenten

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7 Kommentare

  1. Deadpool hat nicht durch Zufall die Selbestheilungskräfte von Wolverine. Er war wie dieser Teil des Weapon X-Programms und es wurde versucht Wolverines Kräfte auf einen anderen Menschen zu übertragen. Das wurde auch gemacht, weil Deadpool schon Krebs hatte, dass wurde aber durch diesen WeaponX-Versuch extrem verstärkt, wehalb er jetzt so aussieht, aber im Grunde auch unsterblich ist. Man könnt ihm den Kopf abschlagen und dieser würde anwachsen, wenn Körper und Kopf wieder zusammenfinden.
    Was man in dem Zuge auch empfehlen kann ist die „Deadpool kills the Marvel Universe“ Serie, in welchem er so ziemlich jeden Marvel-Helden besiegt. DP wurde bisher nur von Moonlight besiegt, welcher auch ein sehr interessanter Charakter ist, den es mal vorzustellen gilt. Aber das ist eine andere Geschichte.

  2. Daniel

    Danke für die Info, kannst du mir sagen in welcher Story Moonlight??? Deadpool besiegt, oder die Ausgabe und noch eine Frage ist Moonlight = Moon Knight

  3. Du hast recht, Asche auf mein Haupt. Es heißt natürlich Moon Knight. Laut verschiedener Quellen sollte das diese Ausgabe sein: http://marvel.com/comics/issue/30637/vengeance_of_the_moon_knight_2009_8

  4. Wenn du noch mehr Lust auf Deadpool hast, hätte ich ein paar Empfehlungen:
    Ganz beliebt ist Wade Wilsons‘ War. Ist sehr grafisch und ziemlich böse.
    Geht darum, dass Deadpool sich seine Identität ausdenkt und es eigentlich keine Superhelden gibt.
    Die Alternative Universes wie z.B. „Powerless“ gibt es schon, aber in diesem Fall ist es halt durch Deadpool was ganz besonderes.
    Dann gibt es noch Deadpool MAX, aber wenn man MAX Reihen kennt, muss man sich auf einige sehr böse Sachen vorbereiten. Ist nichts für schwache Nerven und meiner Meinung nach an einigen Stellen fragwürdig, aber trotzdem ziemlich genial.
    Am allerliebsten lese ich eigentlich Cable & Deadpool, absolut grandios vom Humor her und hat Deadpool sehr geprägt.

  5. Daniel

    Inga vielen Dank für die Tipps, ich habe vor kurzem auf Instagram gesehen, es wird Deadpool’s „Art of War“ geben, dass sieht auch ziemlich interessant aus

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