The Dissidents: Derf Backderf erzählt von den Cartoonisten hinter The Masses
In seiner neuen Graphic Novel holt Derf Backderf die Zeichnerinnen und Zeichner des US-Magazins The Masses zurück ins Bild – und erzählt von Kunst, Krieg und den Grenzen der Pressefreiheit.

Ein Comic über Menschen, die mit Comics aneckten: In „The Dissidents: Autocrats! Vigilantes! Communists! And Cartoonists!“ führt Derf Backderf zurück in die USA des Jahres 1916. Seine 344-seitige Graphic Novel ist am 15. September 2026 bei Abrams ComicArts erschienen.
Schauplatz ist das radikale Magazin The Masses. Hier arbeiteten politische Zeichner wie Art Young, Boardman Robinson und Cornelia Barns, die soziale Konflikte und den Krieg kommentierten. Backderf verknüpft ihre realen Biografien und historische Zeichnungen mit dem fiktiven Nachwuchscartoonisten Joe Hertle. Als die USA 1917 in den Ersten Weltkrieg eintraten, geriet das Magazin wegen seiner Antikriegsbeiträge ins Visier staatlicher Stellen. Der Comic fragt, was es für Künstler bedeutet, wenn eine Zeichnung nicht nur Widerspruch, sondern auch juristische Konsequenzen auslöst.
Extra: Wer war Derf Backderf?
Backderf hat bereits mit My Friend Dahmer und Kent State historische und biografische Stoffe in Comics übersetzt. Er arbeitete selbst als politischer Cartoonist; seine Zeitungsserie The City erschien über viele Jahre in US-Zeitungen. Hier macht er die Geschichte des Mediums selbst zum Gegenstand seiner Erzählung.
Trivia: Die Zeichner gab es wirklich
Joe Hertle ist eine erfundene Identifikationsfigur, Art Young, Boardman Robinson und Cornelia Barns dagegen waren reale Künstler. Backderf integriert Originalcartoons in seine gezeichnete Rekonstruktion – historische Quellen werden so zum Teil der Bildsprache.
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Das vollständige Cover
Oben wird das Motiv als breiter Ausschnitt gezeigt. Hier siehst du das Cover noch einmal vollständig und unbeschnitten.
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