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Seven Dimensional Seas: Nachwuchsidee wird zum fertigen Independent-Comic

Wren Long kehrt ein Jahr nach dem Concept-to-Comic-Wettbewerb mit dem fertigen Heft zur Baltimore Comic-Con zurück.

Seven Dimensional Seas: Nachwuchsidee wird zum fertigen Independent-Comic
Bild Illustration: ComicReview / KI-frei generierte Grafik ComicReview Bildquelle ↗

Manchmal beginnt ein Comicabenteuer nicht mit einem großen Verlagsvertrag, sondern mit einer Studienaufgabe und einer gehörigen Portion Glück. Genau so entstand Seven Dimensional Seas, das Independent-Comicprojekt der jungen Zeichnerin Wren, die hinter der Künstleridentität Sparrowfish steht.

Was ursprünglich als düstere Geschichte namens The Skeleton Crew begann, entwickelte sich über mehrere Studienprojekte zu einem fantasievollen Abenteuer über drei junge Entdeckerinnen, die ihre Spuren in einer ungewöhnlichen Welt hinterlassen wollen.

Den entscheidenden Schub erhielt das Projekt bei der Baltimore Comic-Con 2025: Bei ihrem allerersten Convention-Besuch gewann Wren ein vollständiges Comic-Produktionspaket von Metal Ninja Studios. Ein Jahr später kehrt sie mit ihrem eigenen Comic zur Veranstaltung zurück.

Besonders schön: Wren dokumentiert die Entstehung ihres Comics auf ihrer persönlichen Website – von frühen Figurenentwürfen bis zur Zusammenarbeit mit dem Studio.

➜ Seven Dimensional Seas – Originalzeichnungen und persönliches Projekttagebuch von Wren entdecken

Vom düsteren Skelettabenteuer zur fantasievollen Comicwelt

Die ersten Ideen entstanden im Rahmen des ExCo-Programms am Oberlin College. Damals trug die Geschichte noch den Titel The Skeleton Crew und sollte deutlich makabrer ausfallen. Gruselige Kreaturen und unheimliche Schauplätze standen im Mittelpunkt.

Auch die Hauptfiguren sahen zunächst anders aus und hießen Cobalt, Lauren und Jamie.

In einem späteren Kurs für sequenzielle Illustration griff Wren das Projekt erneut auf. Sie entwickelte Figurenansichten und kurze Comics, um ein besseres Gefühl für ihre Welt zu bekommen. Dabei veränderte sich nicht nur der Zeichenstil: Aus dem düsteren Konzept wurde ein verspielteres Fantasy-Abenteuer.

Die Figuren erhielten neue Namen und Persönlichkeiten. Aus den frühen Entwürfen entstanden schließlich Helle, Ivy und Cordelia.

Gerade Cordelia durchlief mehrere Veränderungen. Zwischenzeitlich war sie als vornehme, etwas eingebildete Herzogin namens Ruth geplant. Erst später fand Wren die passende Rolle für sie: eine krähenartige Hexe mit einer ausgeprägten Leidenschaft für kleine Fundstücke und Schmuckstücke.

Ein glücklicher Zufall auf der Baltimore Comic-Con

Dass aus dem Studienprojekt tatsächlich ein professionell produzierter Comic werden konnte, verdankt Wren auch ihrem Vater. Er bemerkte, dass die Baltimore Comic-Con genau in ihre Semesterferien fiel, und schlug einen gemeinsamen Besuch vor.

Dort lernte sie das Team von Metal Ninja Studios kennen. Das Studio veranstaltete eine Verlosung, bei der ein vollständiges Comic-Produktionspaket zu gewinnen war.

Wren nahm teil – ohne ernsthaft mit einem Gewinn zu rechnen. Doch tatsächlich wurde ihr Name gezogen.

Aus dieser Begegnung entwickelte sich die Zusammenarbeit an Seven Dimensional Seas. Für die Zeichnerin bedeutet das nicht nur die Umsetzung ihres eigenen Comics, sondern auch die Gelegenheit, den professionellen Produktionsprozess kennenzulernen.

Extra: Ein Blick ins persönliche Skizzenbuch

Besonders sehenswert ist Wrens eigene Projektseite. Statt ausschließlich fertige Werbegrafiken zu präsentieren, zeigt sie dort die Entwicklung ihrer Ideen und erklärt, weshalb bestimmte Figuren und Konzepte verworfen oder verändert wurden.

Das macht die Seite zu einem kleinen Werkstattbericht über Comicgestaltung: Wie verändert sich eine Geschichte, wenn man ihre Figuren neu denkt? Wie findet eine Zeichnerin den passenden Ton für ihre Welt? Und was passiert, wenn aus einer Studienaufgabe plötzlich ein echtes Veröffentlichungsprojekt wird?

Hier geht es direkt zu Wrens Projekttagebuch mit Originalzeichnungen und Figurenentwürfen.

Trivia & Nice to know

  • Ursprünglicher Titel: Das Projekt hieß zunächst The Skeleton Crew und war als deutlich düsterere Geschichte angelegt.
  • Die ersten Namen: Helle, Ivy und Cordelia hießen in frühen Entwürfen noch Cobalt, Lauren und Jamie.
  • Cordelias Entwicklung: Die krähenartige Hexe war zwischenzeitlich als vornehme Herzogin namens Ruth geplant.
  • Erste Convention: Wren gewann das Produktionspaket bei ihrem allerersten Besuch einer Comic-Convention.
  • Vom Studium zum Comic: Die ursprüngliche Idee entstand im ExCo-Programm des Oberlin College und wurde später in einem Kurs für sequenzielle Illustration weiterentwickelt.

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