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Ohne Worte, aber nah am Comic: Luise Mirditas „Einhorn gegen Nilpferd“

BUCH CONTACT lenkt aktuell den Blick auf Silent Books und Luise Mirditas wortloses Bilderbuch „Einhorn gegen Nilpferd“. Für ComicReview ist vor allem Mirditas Grenzgang zwischen Kinderbuch und Comic interessant: Die ICOM-Preisträgerin erzählt ausschließlich über Bildfolgen, Kinderzeichnungen und wechselnde visuelle Ebenen.

Ohne Worte, aber nah am Comic: Luise Mirditas „Einhorn gegen Nilpferd“
Bild Luise Mirdita / kunstanstifter / BUCH CONTACT Rechte bei Luise Mirdita / kunstanstifter; konkrete Presse-Nutzungsbedingungen aus Mailkontext prüfen Bildquelle ↗

Kann ein Bilderbuch ohne Worte auch für eine Comicredaktion interessant sein? Bei Luise Mirditas „Einhorn gegen Nilpferd“ lautet die Antwort durchaus ja. Die Illustratorin lässt zwei Mädchen zeichnen, bis Einhorn, Nilpferd, Ritterburg, Piratenschiff und Meeresungeheuer aus ihren Bildern heraus ein Eigenleben entwickeln. Erzählt wird ohne klassischen Text – über Bildfolgen, Blickrichtungen und den Wechsel zwischen Realität und gezeichneter Fantasiewelt.

Mirdita kommt selbst aus dem Comic: Ihr fast 300-seitiges Debüt „Schattenspiel“ wurde 2024 beim Comic-Salon Erlangen mit dem ICOM Independent Comic Preis als bester Kinder- oder Jugendcomic ausgezeichnet. Für „Einhorn gegen Nilpferd“ griff sie auf einen wiederentdeckten Koffer voller eigener Kinderzeichnungen zurück und kombinierte Bunt- und Bleistift, Filzstift, Collage und digitale Malerei.

Der Mannheimer Independent-Verlag kunstanstifter veröffentlicht illustrierte Bücher mit eigenständigen Bildsprachen. Das 40-seitige Silent Book ist seit dem 24. Juni erhältlich und kostet 22 Euro.

Weiterführend: kunstanstifter: Buchseite und Leseprobe · Luise Mirdita: offizielle Website · Schwarzer Turm: „Schattenspiel“

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