Frankensteins Monster wird Detektiv: Oni Press startet „Prometheus Graft“
Oni Press macht Frankensteins Kreatur zum Gentleman-Detektiv. In „Prometheus Graft: The Slayings at Death’s End“ untersucht er einen Mord unter Vampiren, Hexen und Werwölfen.

Frankensteins Monster wird zum Gentleman-Detektiv: Oni Press schickt Mary Shelleys berühmte Kreatur mit Prometheus Graft: The Slayings at Death’s End #1 in einen klassischen Whodunnit mit Gothic-Horror-Einschlag. Autor George Northy und die Eisner-nominierte Zeichnerin Caitlin Yarsky lassen die einstige Kreatur Jahrzehnte nach ihrer Erschaffung als brillanten Ermittler wiederauftauchen.
Graft wird in das abgelegene rumänische Schloss Death’s End gerufen. Dort hat ein unsterblicher Gastgeber Vampire, Hexen, Werwölfe und andere übernatürliche Wesen versammelt, um einen fragilen Frieden auszuhandeln. Als ein Gast ermordet im Heckenlabyrinth gefunden wird, droht das Treffen zu eskalieren – und ausgerechnet Frankensteins ehemalige Kreatur muss den Fall lösen, bevor aus Misstrauen ein übernatürlicher Krieg wird.
Northy beschreibt die Idee ausdrücklich als von einem Agatha-Christie-Whodunnit inspiriert. Besonders charmant ist dabei, dass die Detektivrolle gar nicht so weit von Mary Shelleys Roman entfernt ist, wie sie zunächst klingt: Die Kreatur ist im Original keineswegs nur ein schweigsames Monster, sondern lernt Sprache, beobachtet Menschen und entwickelt einen ausgeprägten Intellekt. Selbst der Name Prometheus Graft spielt mit der Vorlage – Shelleys Roman erschien 1818 unter dem Titel Frankenstein; or, The Modern Prometheus, während „Graft“ zugleich auf den aus verschiedenen Körperteilen zusammengesetzten Helden anspielt.
Auch bei den Covern fährt Oni Press einiges auf: Neben Yarskys Hauptcover gibt es Varianten von Eric Powell (The Goon), Gabriel Rodríguez (Locke & Key) und Patricia Martín. Die erste Ausgabe erscheint am 9. Dezember 2026, umfasst 32 Seiten und kostet in den USA 4,99 Dollar.
Trivia
- Der Name „Prometheus“ verweist direkt auf den Untertitel von Mary Shelleys Frankenstein: The Modern Prometheus.
- George Northy nennt Hercule Poirot, Sherlock Holmes und Benoit Blanc als Vorbilder für die neue Detektivrolle.
- Die Kreatur ist schon in Shelleys Roman intelligent und sprachbegabt – Oni baut also auf einer Eigenschaft auf, die viele Filmversionen später stark zurückgenommen haben.
- Mit Eric Powell und Gabriel Rodríguez steuern zwei Eisner-prämierte Künstler Variant-Cover bei.
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Das vollständige Cover
Oben wird das Motiv als breiter Ausschnitt gezeigt. Hier siehst du das Cover noch einmal vollständig und unbeschnitten.
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