Hunting Down Comics #137
Daniel und Helge starten mit technischen Problemen, landen bei gebrauchten Büchern und zeitgenössischen deutschen Autoren und kommen schließlich doch noch bei Comics an. Mit dabei: Asterix in Lusitanien, DIE: Loaded, ein Ausflug in die Welt der Pen-&-Paper-Rollenspiele und Everything Dead and Dying – eine Zombiegeschichte mit ungewöhnlicher Perspektive. Dazu gibt es Buchempfehlungen, veganes Sushi, Monster und ein paar Serientipps.
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Shownotes
In Hunting Down Comics 137 brauchen Daniel und Helge diesmal ein paar Minuten, bevor sie tatsächlich bei Comics ankommen. Erst muss das Echo verschwinden, dann geht es um eine offenbar verschollene Switch 2, gebrauchte Kleidung und die überraschend günstige Welt gebrauchter Bücher.
Daniel bringt mit Für Polina zunächst eine Buchempfehlung mit. Die Geschichte über Hannes und Paulina hat ihn vor allem durch ihre Figuren, die Erzählweise und die emotionale Entwicklung überzeugt. Daraus entwickelt sich ein längerer Ausflug zu zeitgenössischen deutschen Autoren und zu Büchern, die bei den beiden in den vergangenen Jahren hängen geblieben sind.
Comic Nummer eins ist Asterix in Lusitanien. Asterix und Obelix reisen nach Portugal, um einem Mann zu helfen, der zu Unrecht beschuldigt wird, an einem Anschlag auf Cäsar beteiligt gewesen zu sein. Natürlich lebt auch dieser Band wieder von kulturellen Anspielungen, historischen Versatzstücken und modernen Bezügen.
Helge fragt sich allerdings, wie gut dieser Humor heute noch für Kinder funktioniert. Viele Gags setzen Wissen über Länder, Kultur und moderne Alltagsphänomene voraus. Daraus entsteht eine kleine Reise durch die eigene Asterix-Vergangenheit – von Asterix der Gallier über Asterix und Kleopatra bis zu den deutlich anders aussehenden Zeichnungen der frühen Bände.
Mit DIE: Loaded wird es anschließend deutlich fantastischer. Eine Gruppe ehemaliger Rollenspieler trifft sich viele Jahre nach ihren gemeinsamen Abenteuern wieder. Was zunächst wie ein eher ruhiges Wiedersehen wirkt, entwickelt sich schließlich erneut zu einer Geschichte über jene Rollenspielwelt, die ihr Leben schon früher geprägt hat.
Das führt direkt zu Pen & Paper: Wie funktionieren solche Rollenspiele eigentlich? Wie viel muss vorbereitet werden? Und könnte man ein Abenteuer auch gemeinsam mit den eigenen Kindern spielen? Helge erzählt von eigenen Rollenspielrunden und davon, warum nicht komplizierte Regeln, sondern Fantasie, Entscheidungen und gemeinsames Improvisieren den eigentlichen Reiz ausmachen.
Nach einem kurzen kulinarischen Abstecher zu selbst gemachtem veganem Sushi folgt mit Everything Dead and Dying die nächste Comic-Empfehlung. Die Zombie-Miniserie beginnt mit einer scheinbar heilen Familienwelt auf einer Farm. Doch Stück für Stück verändert sich die Perspektive – und hinter der rosaroten Fassade steckt eine deutlich düsterere Realität.
Gerade dieser Perspektivwechsel macht den Comic für Daniel interessant. Statt einfach eine weitere klassische Zombie-Apokalypse zu erzählen, stellt die Geschichte die Beziehung eines Überlebenden zu den Menschen in den Mittelpunkt, die längst nicht mehr so sind, wie er sie wahrhaben möchte.
Zum Abschluss stellt Helge noch Smeralda Bohms Bestiarium – Auf den Spuren der verborgenen Wesen vor, für das er die Illustrationen beigesteuert hat. Monster, Geister, Legenden und zahlreiche kleine visuelle Details machen das Buch zu einem Projekt, bei dem er sich zeichnerisch ausleben konnte.
Dazu kommen Empfehlungen aus den Kommentaren, Jeff Lemire, The Last of Us und ein letzter Ausflug zu aktuellen Serien. Eine Ausgabe zwischen Comics, Büchern, Rollenspielen, Zombies und der Erkenntnis, dass Daniel und Helge auch nach zahlreichen Abschweifungen irgendwann tatsächlich wieder beim eigentlichen Thema landen.
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YouTube Hunting Down Comics #136
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Hurra, der neue Asterix wird besprochen. Da freue ich mich aber drauf. Zumal ich den Band tatsächlich auch schon gelesen habe. Bin mal gespannt (hab noch nicht reingehört), ob ihr beide was zu dem Band sagen könnt. Ist ja schon lange genug draußen, das werdet ihr hoffentlich auch beide schon gelesen haben.
Da muss ich Dich leider enttäuschen. Daniel hat ihn zwar rumzuliegen, aber noch nicht gelesen. Wie fandest Du ihn denn?
War okay. War sehr ungewohnt, die beiden Protagonisten mit schwarzen Haaren zu sehen. Sie haben sich ja schon oft verkleidet, aber ich kann mich gar nicht daran erinnern, dass sie sich mal die Haare gefärbt hätten. Ich fühlte mich auf jeden Fall gut unterhalten und freue mich auch schon auf den nächsten Band.
Muss allerdings gestehen, dass ich zwei der neueren Bände noch immer nicht gelesen habe, obwohl sie bei mir daheim rumliegen. Zu meiner Entschuldigung: Bei mir liegt viel rum, was ich noch lesen muss.
Hehe, ich würde gerne sagen, bei mir wäre es anders! Aber dann decken sich ja unsere Eindrücke. Hast Du denn schon „… und der Greif“ gelesen? Das fand ja meine Mudda richtig gut.
Hallo Leute, gestern habe ich auf einer längeren Autofahrt wieder mal bei euch reingehört. Tolle Gespräche und interesannte Comics und Bücher. Als du ‚Ein Sommer in Niendorf‘ vorstelltest, kam mir sogleich der Zauberberg in den Sinn. Auch hier belächelt Hans Castorp die Patienten des Sanatoriums und so nach und nach wird er einer von Ihnen. Das zeigt sich schon, dass ihm seine Zigarren, die er sich von zuhause mitgebracht hat nicht mehr schmecken. Als ich heute Morgen mir Sommer in Niendorf anschaute, wird der Zauberberg sogar auf dem Klapptext des Buches erwähnt. Da freut man sich immer, wenn man auf der richtigen Fährte war. Oder anders: Helge, du hast das so gut beschrieben, dass man auf die richtigen Assoziationen kommt. Heinz Strunk schreibt sehr interessant. Fleisch ist mein Gemüse und Der goldenen Handschuh habe ich von ihm gelesen. Den Sommer in Niedorf, werde ich mir auch noch mal runterladen, bzw. auf meine Leselisten setzen (so many books, so little time).
Ahhhh, Crackajack! Schön mal wieder von Dir zu hören! Und tatsächlich ist der Zauberberg eines der wenigen Bücher, das wir in der Schule lesen mussten, das einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hat. Allerdings kann ich mich kaum noch erinnern. Ich werde es aber nochmal lesen! Danke für die Erinnerung!
Ich habe ihn schon zwei oder dreimal freiwillig gelesen. Lohnt sich wirklich. Natürlich besonders die Stellen, wo Hans Castorp als DJ fungiert. Das hat wirklich Atmosphäre.
Als DJ? 😀 Also daran kann ich mich jetzt wirklich nicht mehr erinnern. Ich fand vor allem die Atmosphäre damals so cool! Egal, ich werde das echt mal wieder lesen. War auch nicht so umfangreich, wenn ich mich recht erinnere…
Na ja, ein paar Seiten sind‘s schon.
Lol, habe gerade nochmal nachgeguckt: Fast 1000 Seiten! Gaaaaaaanz schlechte Erinnerung! 😀
Ich lese immer nur Daniels letzte Comics. 😉
Und was ist mit Helges? Stelle ich etwa keine guten Comics vor?????!!!!!1 😀
Aber natürlich. Letzte Errungenschaft ist Elmer. Das war wirklich eine klasse Empfehlung und wäre am mir vorbeigerauscht.
Naja und dann natürlich der ganze Superheldenkram, da hat Daniel ja keine Ahnung von. 😉
À propos Superheldenkram: Hast Du denn mal in die Absolute-Comics reingelesen? Die scheinen ja mal wieder richtig gut zu sein!
Ja, da bin ich bei Batman und Wonder Woman auf dem Laufenden.
Wonder Woman finde ich extrem empfehlenswert. Toll geschrieben und eigenwilliges Artwork.
Auch die aktuelle Wonder Woman von Tom King ist klasse und leider auch sehr aktuell, wenn man sich den derzeitigen ICE Terror im den Staaten anguckt.
Ok, dann gucke ich mir das mal an.
Und Absolute Batman ist auch cool? Da kann man ja eigentlich mit Scott Snyder auch einiges erwarten!
ps. HDC #138! Wer nicht auf Daniel warten will: Die neue Folge gibt es schon bei YouTube:
https://youtu.be/7jezFQeS9MU?si=K1iz2nSEbguWDnnC
Na, wer hat es gestern verfolgt? Den Kongress der Donaldisten in Ludwigshafen? Keiner? Warum nicht, nur, weil ich keinen Link geschickt habe? Könnt ihr hier nachholen:
https://www.youtube.com/live/-mP3LzAFziE
Aber wenn HDC 138 schon seit Anfang Februar auf youtube zu finden ist, wird das dann noch irgendwann hier hochgeladen? Ich wollte eigentlich den nächsten Podcast mit einem Livelink versehen. Das hat nicht geklappt. Schade eigentlich.
Hörte sich eigentlich interessant an, bis zur Annahme, die Daisy ins Rotlicht-Milleu verortet. Das empfand ich doch als sehr unangenehm. Ich verstehe nicht, warum gerade, auch im fiktiven Rahmen, wie in diesem Referat, weibliche Figuren sexualisiert werden müssen.
Das war insgesamt durchaus interessant. Dass nicht alle Vorträge jedem zusagen, das ist normal. Die größten Probleme vor Ort gab es mit einem Vortrag, in dem nach Geschmack vieler Zuhörer zu viel über Comics allgemein und zu wenig über Entenhausen theoretisiert wurde.
Das Thema Sexualität wird bei Disney selbstverständlich weiträumig ausgegrenzt. Daher ja auch überall Onkel und Tanten statt Eltern, nicht, dass die Kinder nach der Lektüre eines Disney-Comics am Ende die Eltern noch Fragen, wo denn die Kinder herkommen. Vorträge oder Artikel im DD in diese Richtung sind recht selten, es gibt sie aber. Von gewagten Theorien und verblüffenden Erklärungen lebt der Donaldismus.
Letztes Jahr in Flensburg hat ein Astronom die These aufgestellt (und mehr als hinreichend begründet), dass der Mond ein lebendiges Wesen ist. Im Jahr davor in St. Pölten kam ein teilweise verstörender Vortrag über das Verhältnis von Gold zu Kot (ich vereinfache hier sehr stark, es war wesentlich komplexer).
Was ich damit ausdrücken will, es gibt viele verschiedene Themen und Ansätze. Meist findet sich für jeden was, das ihn interessiert. Wenn dir etwas nicht gefällt, dann ignorier es. Aber mach nicht den Fehler, die komplette Veranstaltung auf eine Sache zu reduzieren, die dir nicht gefallen hat.
Natürlich ist die Gefahr groß, dass man sich das mal anschauen will, und direkt der erste Vortrag ist sehr abschreckend. Dann steigt die Lust, sich noch weitere Vorträge anzuhören, nicht unbedingt. Insofern vielleicht eine ungünstige Terminierung der Vorträge meinerseits. Künstlerpech. Zu meiner Verteidigung: Ich weiß wenig mehr als den Titel des Vortrags und vielleicht ein wenig über den Inhalt, aber nicht alle Details, vor allem nicht die überraschende Conclusio, die der Vortragende herausgearbeitet hat und präsentiert. Ich würde ansonsten natürlich in aller Bescheidenheit auf meinen eigenen Vortrag verweisen. Beginnt, wenn ich mich recht erinnere, so gegen 3:56 im Beitrag?
Den guck ich mir gerne an.
Beim Daisy-Vortrag war mir das einfach zu viel Altherren-Sexismus und da finde ich es eher schade, dass das auch auf so einer Veranstaltung auftauchen muss.
Cool! Ich habe nur mal kurz in das Video reingeklickt und finde es recht professionell gemacht: Mit den ganzen eingeblendeten Folien auch was fürs Auge. Vielleicht ein „bisschen“ sehr lang. Wäre vielleicht auch eine Idee gewesen, alle Vorträge einzeln mit passender Überschrift und dann eine Playlist daraus zu machen.
Ich guck mir das mal bei Gelegenheit an, aber schick doch trotzdem nochmal den passenden Link mit Timestamp, der zu Deinem Vortrag führt!
Das klingt ja wirklich nach einer gewagten These. Muss mir das mal ansehen und selbst eine Meinung bilden!